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Enrique - 3. Bericht

Enrique

!Que viva Ambato!

 In Anknüpfung an den letzten Bericht, geht es erstmal mit den Karnevalsfeiern weiter, beziehungsweise den auch bekannt als

Zusammen mit den Ibarreñas habe ich eine echt coole Zeit verbringen können und es echt genossen eine der wichtigsten Feiern der Stadt mitzubekommen, aus der die Hälfte meiner Familie stammt.

Was die Arbeit betrifft, war ich bis zum Schluss noch bei den kleinsten der Fundación, Amor. Jedoch war es genau diese Gruppe, die vielleicht den größten Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Es war zwar nicht das erste Mal, dass ich mit Kleinkindern gearbeitet habe, aber es war das erste Mal, dass ich es über einen so langen Zeitraum gemacht habe.

Niemals hätte ich mir vorstellen können, mich jemals über so “kleine” Ziele wie “ *** hat heute auch Bescheid gesagt, um Pippi zu machen!!!” zu freuen. Generell war es zwar in jeder Gruppe so, dass mich solche kleinen Fortschritte gefreut haben. Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass die Erinnerungen an Amor einfach frischer sind als die Anderen, oder ich einfach mehr Zeit hatte (im Gegensatz zu den anderen Gruppen war ich hier fast drei Monate) mich mit den kleinen anzufreunden und wir eine tiefere Beziehung aufgebaut haben, aber es sind diese vermeintlich unscheinbaren Momente, die ich nicht mehr vergessen kann.

Wenn die Kinder auch nicht die Möglichkeit besitzen dir ein “Danke” zu sagen, merkt man doch, dass sie sich einem gegenüber öffnen und dir ihr Vertrauen schenken. Ich denke, dass das viel mehr wert ist als das jedes gesprochene “Danke” jemals sein kann.

Deswegen sind es die kleinen Dinge, die mehr wert sind als alles andere, das Lächeln, wenn man dich sieht, die Bereitschaft mit dir zu arbeiten.

Meiner Erfahrung nach scheint es aber die meisten Leute nicht wirklich zu interessieren, oder zumindest nicht so sehr wie ich es mir erhoffe, wenn ich über die Errungenschaften meiner Schützlinge erzähle, die sie niemals kennengelernt haben.

Meine WG fehlt mir wohl auch mit deswegen… Leute, die genau wussten, wie viel Arbeit hinter solchen Erfolgen steht. Leute, die vor den selben Schwierigkeiten stehen wie du und auch, wenn man aus den entlegensten Ecken Deutschlands kommt, hat man doch mehr gemeinsam als man es erwarten würde. Wie ich auch schon in meinem ersten Bericht gesagt habe, sind wir zu einer Art Mini-Familie geworden und auch wenn es schön ist wieder bei meiner leiblichen Familie zu sein,

mir fehlen meine Quiteñas.

Genauso ist es auch mit den Tías aus der Fundación. Jede einzelne ist für mich zu einer Art Ersatzmutter geworden. Ich verstehe bis heute nicht, woher sie die ganze Geduld nehmen mir zum dritten Mal dasselbe zu erklären, weil mein Hirn an diesem Tag wohl mal wieder auf Sieb geschaltet war. Trotz allem waren wir immer auf einer Augenhöhe. Das hat dazu geführt, dass ich nicht nur wegen der Kinder jeden Tag voller Vorfreude aus dem Haus gegangen bin.

Umso schwerer ist es zu akzeptieren, dass es keinen richtigen Abschied gab, denn als der

Bürgermeister Quitos bekannt gab, dass die Schulen, Universitäten und auch Einrichtungen wie die Fundación, fürs erste schließen sollten, wusste noch keiner, dass es länger als eins/zwei Wochen gehen würde. Dementsprechend war der Abschied auch eher routinemäßig, von den Kindern, den Tías, und den anderen Freiwilligen.

“Die Ecuadorianer sind seltsame und einmalige Wesen: sie schlafen ganz ruhig mitten unter knisternden Vulkanen, sie leben arm inmitten von unermesslichen Reichtümern und sie freuen sich über traurige Musik” - Alexander v. Humboldt

Mit diesem Zitat hat Humboldt es geschaft, die Ecuadorianer ziemlich treffend zu beschreiben.

Ich selbst bin zwischen den beiden Kulturen aufgewachsen und bin stolz darauf, mich auch zu den “seltsamen [...] Wesen” dazuzuzählen. Fast täglich die Gerichte zu essen, die es nur zu besonderen Anlässen hier in Deutschland gibt (da die Zutaten zum Teil nicht einfach zu bekommen sind), den selben Spanischdialekt wie die anderen zu sprechen, Salsa/Bachata/Meregue/Reggeaton etc… nicht nur zu Hause, sondern auch auf den Straßen und in den Bussen zu hören, dass alles hat dazu geführt, dass ich mich von Tag 1 an zu Hause gefühlt habe. Alles weitere war einfach Krönung des Ganzen.

Es ist gerade deswegen vielleicht auch schwierig in Worte zu fassen wie dankbar ich für die Zeit bin, die ich in Ecuador verbringen durfte, in der Nähe meiner Familie.

Und jetzt sind wir wieder zurück in Deutschland.

Der Abschluss fehlt, ich würde so gerne nochmal mit allen Zeit verbringen, mich für alles bedanken.

Denn ich habe nicht nur Kollegen, Mitfreiwillige und Freunde von jetzt auf gleich zurück lassen müssen, sondern Familie.

Volveré Enrique

 

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