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Enrique - 1. Bericht

Enrique

Endlich Angekommen

Hallo zusammen erstmal, darf ich mich kurz vorstellen?
Mein Name ist Enrique, ich bin 20 Jahre alt und mache momentan einen Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Quito, Ecuador.

Dem ein oder anderen mag mein Name etwas Spanisch vorkommen... und damit läge man auch vollkommen richtig.

Geboren bin ich in der ehemaligen Hauptstadt Bonn.
Allerdings kommt mein Vater aus dem wunderschönen Ambato…was in Ecuador liegt.
Ecuador ist mir also, was Kultur und Sprache angeht, nicht ganz unbekannt.
Seit ich denken kann war es schon immer ein Wunsch von mir im Land meiner Vorfahren leben zu können.

Nach einiger Recherche habe ich dann Weltwärts und die Ecuador-Connection gefunden.
Auch wenn ich vorher noch überhaupt nichts mit Menschen mit Behinderungen zu tun hatte, fand ich das Projekt in Quito direkt interessant.

Die ein oder andere Erfahrung bei der Arbeit mit Kindern hatte ich zwar schon, aber ich dachte mir, die Arbeit in der fundación wird sicher noch ein ganzes Stück schwieriger sein.

Jedoch hat ein einziger Tag bei mir persönlich schon gereicht, um zu merken, dass meine Sorgen, wenn auch berechtigt, nicht notwendig waren.
Denn man wird auf keinen Fall einfach so ins kalte Wasser geschmissen, die tías (die Erzieherinnen) erklären einem gerne alles wenn man eine Frage haben sollte und auf keinen Fall wird man zu etwas gezwungen, wo man sich nicht bereit zu fühlt.

In meiner ersten Gruppe, Paciencia, sind Kinder, die schon viele Sachen machen können, die man aber trotzdem nicht komplett alleine lassen kann.
Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem mit den Kindern alltägliche Sachen, wie Wäsche falten oder sich umziehen zu üben, oder mit verschiedenen Texturen zu arbeiten, was dann bedeutet die Kinder zu unterstützen/beaufsichtigen, während sie Rasierschaum über den Tisch verschmieren oder ihre Feinmotorik üben, indem sie Bohnen einzeln in eine Dose stecken.
Generell macht man eigentlich immer das, was gerade gebraucht wird.
Oft gehe ich aber auch mit den Kindern spazieren oder Fußball spielen, um sie ein bisschen auszupowern und auf andere Gedanken zu bringen, falls die letzte Übung sie zu sehr gestresst hat.

Witzige Sprüche können die aber durchaus auch raushauen.
Mein momentanes Lieblingszitat ist als ein kleines Mädchen aus meiner Gruppe mit vollem Herzen verkündete:“Que rica la latinas” (frei übersetzt so viel wie: “Wie schmackhaft doch die Latinas sind”)... gemeint war jedoch: “Que rica la gelatina” (“Wie lecker dieser Wackelpudding”)

Auch wenn es nicht jeden Tag einfach ist, kann ich doch sagen, dass mir jedes der Kinder ans Herz gewachsen ist.
Ich finde die Arbeit einfach super, zu sehen wie die Kinder Tag für Tag kleine Fortschritte machen ist einfach erfüllend.
Natürlich ist mir klar, dass das alles nicht an mir liegt, sondern an den tías, die sich mit ganzem Herzen um die Schützlinge kümmern.
Trotzdem ist es schön zu wissen etwas dazu beitragen zu können.
Es fühlt sich für mich so an als hätte ich auf einen Schlag sieben zusätzliche kleine Geschwister bekommen.

Durch meine Spanischkenntnisse bin ich schon durch den Großteil der fundación zum Einsatz gekommen - immer dann wenn mal irgendwo Mangel herrschte.
So war ich unter anderem schon in der Küche, an der Rezeption, Übersetzer für einen Arzt und auch schon in einer Schule, um über die Arbeit der Freiwilligen zu berichten.

Neben der Arbeit hatte ich allerdings noch eine andere Sorge… und das war die WG.
So als einziger Junge war meine erste und größte Sorge zwischen die Fronten eines Zickenkriegs zu geraten.
Nachdem wir uns alle während des Vorbereitungsseminars dann kennengelernt haben, war aber auch das schnell vergessen.
Mittlerweile haben wir uns nach nun drei Monaten ganz gut eingelebt und sind zu einer Art Mini-Familie geworden.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass es ein guter Start in das Jahr der Freiwilligenarbeit war und ich mich echt auf das freue, was noch vor mir liegt.

Sorgen sind OK, aber lass sie dich nicht von neuen Erfahrungen abhalten.

Con muchisimos saludos desde mi lindo Ecuador

Enrique

 

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