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Laura Weigl - 3. Bericht

Ein Brief an meine Eltern

Quito, der 26. April 2019

Liebe Mami, Lieber Papi,

nun bin ich seit 9 Monaten in Ecuador und ich vermisse euch schrecklich. Ich wünschte, ihr wärt hier, um mein Leben in Ecuador zu sehen. Meine neuen Freunde, meine neuen Angewohnheiten, meine Arbeit und das ganze Land.

Es hat lange gedauert, bis ich mich hier endlich richtig wohl gefühlt habe ohne euch. Es ist ein anderes Leben. Alleine zurechtkommen. Sein Leben auf die Reihe bringen. Ich möchte euch einfach so viel zeigen. Die Kinder zuerst, mit denen ich tagtäglich arbeite. Was für wundervolle Sachen sie machen können, wie sie Fortschritte machen, wie sie sich freuen würden euch zu sehen. Die Tias, die so liebevoll sind und mich wie ihre zweite Tochter aufgenommen haben. Die Familie meines Freundes, die euch liebend gerne kennen lernen würden und bei denen ich mich fast wie zuhause fühle. Felipe, die Person die ich liebe. Mein Spanisch, dass ich hier fast alleine gelernt habe. Meine Kenntnisse über das Land, wie die Leute drauf sind. Mein Veränderung, dass ich gelassener, geduldiger bin und mehr Verständnis für etwas habe. Das nicht immer alles rund geht, und man trotzdem eine wunderbare Zeit hat.

Ich möchte euch meinen neuen Alltag zeigen. Ich stehe morgens um 7 auf, frühstücke jeden Tag Obst, das es in Deutschland nicht immer gibt. Pitahayas, Mangos, Ananas, Wassermelone, Papaya und trinke dazu Kaffee. Um 7.45 Uhr gehen wir los, um den Bus zur Arbeit zu nehmen. In der Arbeit angekommen, erwartet uns manchmal schon der Bus mit den Kindern. Die Kinder sehen einen schon von weiten und fangen an sich zu freuen. Ich helfe, die Kinder aus dem Bus zu tragen und sie in ihre Räume zu bringen. Danach gehe ich in meine eigene Gruppe, in der ich für 2 Monate jeweils arbeite. Derzeit bin ich in der Gruppe namens Templanza, das auf Deutsch Mäßigung heißt. Dort sind die älteren Kinder und machen wunderbare Sachen. Gerade machen wir Ketten, die dir sicherlich gefallen würden Mama. Es ist viel Arbeit und die Kinder machen das manchmal mit einer größeren Geduld als ich. Um 12 Uhr gibt es dann Mittagessen für die ganze Fundacion. Jeder hilft, den Kindern das Essen zu geben. Danach geht es zum Zähne putzen, egal ob es jemand mag oder nicht. Hier werden dann manchmal Wasserschlachten gemacht, einfach nur zur Gaudi. Nachmittags geht es dann weiter mit den Ketten, oder manchmal backen wir auch Kekse, gehen in den Park, schauen einen Film an oder tanzen und singen einfach nur. Ihr würdet meine Arbeit genauso lieben wie ich, ihr würdet die Kinder lieben. Wenn ich Feierabend habe, geht es dann wieder nach Hause und dann auch gleich wieder weiter zum Crossfit, dass ich hier seit 8 Monaten mache. Ich liebe es, ich bin wirklich fit geworden. Ihr würdet es wahrscheinlich auch ausprobieren und mögen. Danach mache ich nicht mehr viel, ich gehe nach Hause und schlafe weil ich immer sehr müde bin.

Am Wochenende reise ich sehr oft. Ich bin schon an vielen Orten hier gewesen, ich war im Dschungel fischen, auf dem zweit höchsten Vulkan Ecuadors und am Strand habe ich Wale beobachtet. Herrgott, wie sehr ihr die Wale lieben würdet. Wie ihr die Aussicht auf den Gipfeln genießen würdet. Wie ihr die Atmosphäre im Dschungel lieben würdet.

Das Leben hier würdet ihr lieben. Natürlich ist es anders, aber schön anders. Man bekommt das Obst hier billig, man kann nie genug davon bekommen. Man hört im Bus Straßenmusikanten, manche bessere und manche schlechtere. Generell hört man hier immer Musik, egal wo man ist. Es ist jetzt nicht gerade dein Reinhard Fendrich Mama, oder dein ACDC Papa, aber es ist trotzdem schöne Musik. Das Klima würdet ihr auch mögen, es ist immer gleich. Um 6 Uhr morgens geht die Sonne auf und um 18 Uhr abends geht sie wieder unter. Okay, ich vermisse ehrlich gesagt die Abwechslung, ich steh eher so auf weiße Weihnachten und nicht auf Weihnachten mit kurzen Hosen.

Mama, Papa, eines Tages werde ich euch an diesen wundervollen Ort entführen. Ihr würdet es lieben hier, genauso wie ich es liebe. Ich vermisse euch schrecklich, und ich wünschte ihr könntet hier sein um mit mir diese wundervollen Erfahrungen zu teilen. Ich habe ein neues Leben hier, das ich euch eines Tages zeigen werde. Es ist nie zu spät neue Orte kennen zu lernen.

Ich liebe euch, Mami und Papi

Eure Laura

 

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