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Laura Weigl - 2. Bericht

Glück

Ich bin glücklich. Das ist das einzige, an was ich die ganze Zeit denken muss. Was für ein Glück ich habe, hier zu sein. Was für ein Glück ich habe, mit so tollen Kindern zusammen zu arbeiten. Was für ein Glück ich habe, dass ich hier Menschen kennen gelernt habe, die wie eine Familie für mich sind. Als ich mich vor einem Jahr für dieses Projekt beworben habe, hab ich an dieses Glück noch gar nicht denken können.

Angefangen hat es mit der Arbeit. Man kommt in der Früh in die Fundacion, egal wie müde man auch ist und wird von den Kindern mit einem Lachen im Gesicht begrüßt. Die Kinder sind glücklich, dass du kommst, sie freuen sich einfach. Man arbeitet mit den Kindern, kennt die Geschichten der Kinder und man sieht sie nach allen Tragödien in ihrem Leben trotzdem glücklich. Das erfüllt einen selbst so mit Zufriedenheit, dass man über seine eigenen Probleme nicht mehr so viel nachdenkt.

Das Glück, mit so tollen Menschen zusammen wohnen zu können. Eine eigene Wohnung zu haben, sich um sein eigenes Zeug kümmern zu müssen, Wäsche waschen, kochen, putzen, alles. Man hat trotz allem immer Unterstützung undm an hat immer jemanden zum Reden. Dass man diese Menschen getroffen hat und die Chance bekommen hat, sie kennen zu lernen und mit ihnen zu leben macht mich glücklich.

Die Chance bekommen zu haben, hier in diesem wundervollen Land zu leben, macht mich glücklich. Die wundervollen Landschaften zu sehen, von dem Dschungel, der eine eigene Welt ist, über die Berge, auf denen man den Himmel berühren kann und zur Küste. Im Urwald sieht man Sachen, von denen man davor nur geträumt hat. Man spaziert durch den Wald, hört die Geräusche von Affen und Insekten, das Rascheln der Bäume. Affen springen durch die Baumkronen, Schmetterlinge schauen vorbei, Spinnen schlupfen in ihre Löcher, wenn sie das Stapfen der Menschen hören. Wenn man nachts durch den Fluss mit seinem Boot fährt, kann man den Sternenhimmel beobachten, Krokodile kommen herum, Spinnen sitzen entspannt auf dem Baumstamm und man genießt die Geräusche. Schwimmend in der Lagune genießt man den Sonnenuntergang und hofft, dass vielleicht ein paar pinke Delfine vorbei kommen. Abends liegt man in seiner Hängematte und genießt die feuchte Luft, die nach Bäumen und Wärme riecht.

Auf den Gipfeln der Berge und Vulkane fühlt man sich, als wäre man persönlich bei Jesus Christ Superstar. Man ist über den Wolken oder bei schlechtem Wetter in den Wolken und sieht die ganze Welt vor sich. Der Aufstieg ist manchmal schwerer als gedacht, trotzdem erfüllt es einem mit Glück, wenn man endlich oben angekommen ist. Egal, ob auf 4000 oder 5000 Meter, man hat es geschafft. Der Weg ist manchmal nicht ganz eindeutig und dann wandert man mal schon zwei Stunden sinnlos in der Gegend herum. Aber am Ende hat man es trotzdem geschafft.

Die Küste hat ein ganz anderes Leben als die Hauptstadt. Liegend am Strand genießt man die Geräusche vom Meer, von den Vögeln die über dich kreisen. Man riecht die salzige Meeresluft, trifft tolle Menschen, die mit dir Freundschaften schließen, man surft durch die Wellen und geht im warmen Pazifik baden. Abends liegt man in seiner Hängematte und genießt den Untergang der Sonne, die im Meer verschwindet. Man kann sein Glück kaum in Worte fassen, was man hier alles erlebt.

Welches Glück man hat, solche tollen Menschen hier zu treffen. Die Freundlichkeit von Tienda Verkäufern, die dir dann mal eine extra Frucht dazu schenken. Die Menschen, die Gaudi im Bus machen mit ihren Instrumenten, um ihr Geld zu verdienen. Die Tias, die dich ehr als eigene Tochter sehen. Die Offenheit, dass man überall aufgenommen wird, egal welche Hautfarbe du hast. Die Liebe, die dir die Menschen geben, auch wenn sie wissen, dass du sie irgendwann wieder verlassen musst. Das Vertrauen, wenn du mal nen Dollar zu wenig hast und ihn trotzdem noch vorbei bringst.

Ich habe mich in dieses Land tatsächlich verliebt und kann mein Glück kaum fassen, dass ich hier bin und das alles erleben darf mit meinen Freunden.

Liebe Grüße aus Ecuador

Laura

 

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