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Laura Weigl - 1. Bericht

Vom Leben am Weißwurstäquator zum echten Äquator

Nie hätte ich gedacht dass ich mich hier wohl fühlen werde. Aber es ist mehr als das. Nach nur 3 Monaten fühlst du dich hier wie daheim. Du sagst nicht mehr: Wir fahren jetzt nach Quito, sondern: wir fahren nach Hause. Den Umschwung den ich hatte, von einem kleinen Dorf im tiefsten Bayern zu der Hauptstadt Ecuadors mit so gut wie keinen Spanisch Kenntnissen, hätte nicht besser laufen können.

Wie man in den vielen Berichten vor mir schon lesen kann, ist Ecuador einfach ein geiles Land. Man kauft Bananen und hat 50 Cent zu wenig, dann heißt es nicht: Ne kriegste nicht, sondern: Basst scho. Oder du zahlst es halt einfach wann anders. Die Leute haben hier auch etwas von der Süddeutschen Gelassenheit, wenn man das so nennen darf. Oft kann ich überhaupt nicht glauben, dass ich jetzt gerade im Moment in Ecuador bin. Manchmal muss man einfach kurz in sich gehen, und sich denken: Herrgott, ich bin ja in Ecuador. Unser Leben hier hat auch mittlerweile eine Routine gefunden. Unter der Woche gehen wir in die Arbeit und am Wochenende reisen wir oft.

Ein Wochenende waren wir zum Beispiel in Tonsupa, einer Stadt an der Küste. Wir haben uns sagen lassen, dass von Juli bis September Walsaison in Ecuador ist, wo die Mamas ihre Babys bekommen. Als wir ankamen, sagten uns die Leute dass es hier keine Wale mehr gibt. Jedoch sind wir trotzdem am nächsten Tag raus aufs Meer gefahren in einem winzigen Boot. Und dann waren da doch tatsächlich Wale. Eine Mama mit ihrem Baby. Mir wurde in diesem Zeitpunkt ein Lebenstraum erfüllt, weil ich mein ganzes Leben davon geträumt habe Wale zu sehen. Einfach mit der Ecuador Connection nach Ecuador fliegen, dann kannst auch du das erleben.

Das WG Leben ist natürlich auch überragend. Mama kocht und putzt halt jetzt nicht mehr für dich und du musst dein Leben einfach selbst auf die Reihe kriegen. Aber des wirst scho überleben, wie Mutti immer gesagt hat.

Unsere Arbeitsstelle, die Fundacion Campamento Christiano Esperanza, ist  wie eine riesen Familie. Kaum 2 Wochen dort gearbeitet, kommt schon eine Tia (eine Leiterin einer Gruppe) zu dir und sagt, dass sie hier deine ecuadorianische Mama sein will.

Die Tias versuchen dir bei Allem zu helfen. Zum Beispiel sollte man unbedingt bevor man anfängt zu arbeiten „Rückenprofilaxe“, (Sören Schreiber) betreiben, um seinen Rücken vor möglichen Konfrontationen zu schützen.

Die Gruppe, in der ich gerade bin, bringt mich immer wieder zum Schmunzeln. Ich hatte beispielsweise vor zwei Monaten, als ich in die Gruppe kam, ziemliche Probleme mit einem Mädchen. Sie legte sich immer auf den Boden, wollte nicht laufen und ab und zu spuckte sie auch. Und nach langer Zeit, als wir uns dann endlich mal als „Bekannte“ bezeichnen konnten, sprach sie mit mir und kam auch auf mich zu. Jetzt, nach zwei Monaten, sind wir fast beste Freundinnen und sie fängt immer an zu lachen wenn sie mich sieht. Sie bringt mich immer mit ihrer tapsigen Art zum Lächeln.

Generell genieß ich die Zeit hier sehr mit meinen Freunden und der Arbeit und es ist unglaublich dass schon drei von meinen acht Monaten hier vergangen sind. Ich freue mich riesig auf die Zeit, die mir noch bevorsteht und kann glücklich auf die vergangenen Monate zurückblicken.

Liebe Grüße aus Ecuador,

Laura

 

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