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Leonie Oberle - 3. Bericht

Ich persönlich habe durch den Freiwilligendienst und durch das Kennenlernen einer Kultur und Gesellschaft außerhalb Europas enorm profitiert. Ich hatte Erlebnisse, die mich mein ganzes Leben lang prägen und begleiten werden, ich habe meinen Verstand für neue Denkanstöße geöffnet und mich faszinieren lassen von einer neuen Mentalität. Gerade die Entscheidung für Südamerika hat sich für mich gelohnt. Trotz der hohen Erwartungen an die Mitarbeiter der Fundación und der aus deutscher Sicht sicherlich nicht immer so guten Arbeitsbedingungen in der Einrichtung (bezüglich Überstunden, Bezahlung, Kommunikation am Arbeitsplatz, etc.), habe ich mich in meinem Projekt sehr wohl gefühlt. Viele unvergessliche positive Eindrücke, aber auch einige negative Erlebnisse, die ich während meines Aufenthalts gemacht habe, sind die Dinge, die meine Erfahrung zu der gemacht haben, die sie war. Seien es Diebstähle, Krankheit, Heimweh, Zukunftsgedanken, Zweifel oder welche Umstände auch immer, das Überwinden von schwierigen Situationen ließ mich stärker werden und an meinen Herausforderungen wachsen. Eine meiner Vorgänger-Freiwilligen hat ihre Erfahrungen damit beschrieben, dass sie gelernt hat, nicht nur Deutsche, sondern Bürgerin der Welt zu sein. Ich finde das charakterisiert diesen interkulturellen Austausch sehr gut. Sicherlich ist nicht für jeden, der nach dem Schulabschluss, der Ausbildung oder während der Studienzeit ins Ausland gehen möchte, ein Freiwilligendienst in Südamerika die richtige Wahl. Allen, die aber ernsthaftes Interesse daran haben, ihre Grenzen kennenlernen wollen und sich auf etwas Unbekanntes einlassen können, kann ich meinen eigenen Freiwilligendienst, sowie viele ähnliche Langzeitprojekte wärmstens empfehlen. Auch für alle, die keinen Dienst leisten wollen, sondern vielleicht einfach Lust haben, ihren Horizont zu erweitern und sich von etwas Neuem beeindrucken zu lassen, ist eine Reise nach Ecuador oder in ein anderes südamerikanisches Land ein inspirierendes Abenteuer, egal in welchem Alter.

Nach dieser intensiven Zeit werde ich nun in ein paar Tagen nach Deutschland zurückkehren. Eine Tür schließt sich, neue Türen werden sich öffnen. Eine neue Epoche meines Lebens beginnt, ich werde umziehen, studieren, einen anderen Alltag haben und ebenso wie in Ecuador stärker auf mich alleine gestellt sein, als ich es vorher war. Meine gewohnte Umgebung von früher wird mir sicherlich auf einmal unglaublich komfortabel und luxuriös erscheinen, die Probleme und Sorgen der Menschen um mich herum irrelevant, irgendwie fast ein bisschen lächerlich. Gleichzeitig werde ich aber auch noch einmal die praktischen Vorzüge des deutschen Alltags zu schätzen lernen. Das ist schön, aber irgendwie glaube ich, dass ich hier in Ecuador mit so viel weniger fast noch glücklicher sein konnte. Das Ideelle bedeutet mir viel, nicht das Materielle.

Ich werde die vielen wunderbaren Menschen, die ich kennenlernen durfte und ihre ausgelassene, unbekümmerte Mentalität sehr vermissen.

Ganz besonders denke ich da an die Kinder, die ich täglich begleitet und sehr in mein Herz geschlossen habe.

Ich hoffe sehr, dass sie ganz bald mit ihren Familien oder in einer neuen Familie glücklich werden und in einem eigenen persönlichen Umfeld mit Mutter, Vater und Geschwistern aufwachsen können. Ich habe mir fest vorgenommen, weiterhin Kontakt nach Ecuador zu halten und die Erzieherinnen in meinem Haus immer mal wieder nach Neuigkeiten über die Kinder zu fragen. Vielleicht komme ich eines Tages sogar tatsächlich nochmal zu Besuch. Ich hätte große Lust. Wer weiß …

 

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