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Sören Schreiber - 1. Bericht

“3 Monate in Tagen”

Du steigst in dieses Flugzeug. Und in den Moment wo dieses den Boden mit seinen 3 Rädern verlässt überwiegt die Neugierde vor Neuem, deine Sorge vor dem Unbekannten. So war es zumindest bei mir. Und dieser Prozess wiederholt/-e sich stets aufs neue, sobald eine neue, mit fremden Gegebenheiten verbundene Situation in Aussicht stand. Beispielsweise der erste Besuch bei der Arbeitsstelle, der “Fundacion”, entdecken fremder Orte im Lande, oder neue alltägliche Aufgaben die dir nun ein gesamtes Jahr bevorstehen zu bewältigen. Wie als die erste überfällige Rechnung uns bevor stand. Panik! Doch all dies ist und war stets in der Gruppe und mit Hilfe in das Wissen Eingeweihter möglich.

Eines meiner persönlich größten Aufgaben, die es für mich zu bewältigen gab und nach wie vor gibt, war die srachliche Barriere. Nachdem ich jetzt mittlerweile 3 Monaten in diesem Land, das nicht facettenreicher sein könnte verbracht habe, hat sich für mich einiges geändert. Ich kam hier mit einen Basiswissen der Landessprache Spanisch in diese Nation, welches sich mittlerweile rasend schnell zum Positiven entwickelt halt. Der Lernprozess ist ein anderer als man ihn bis jetzt aus der Schule gewohnt ist. Kontinuierlicher. Wo man hingeht erfordert es dauernd den Gebrauch deines Wortschatzes. Unabhängig wie groß er bis zum derzeitigen Zeitpunkt sein mag. Du möchtest Feilschen auf dem Textil- und Warenmarkt in Otavallo , schon lernst du Zahlen und Handelsbegriffe. Du benötigst die wichtigsten Haushaltsgegenstände, auf der Suche erfährst du die spanischen Namen der Möbelstücke und alltäglichen Utensilien. Du hast Hunger und begibst dich auf den Weg zu einer Tienda (Kleinmarkt), schon erlernst du eine Vielfalt an Frucht-, Gemüse- und allgemeine Lebensmittelnamen. Es ist also ein stetiger Prozess des Lernens und nicht nur, wenn du es bewusst anstrebst. Nicht wie mit einem Lernheft am Tisch. Ebenso ist es aber nicht nur ein kontinuierlicher Prozess des Erlernens und Neuerfahrens der Sprache, nötigen alltäglichen Gegebenheiten und Situation. Darüber hinaus nämlich auch ein Umlernen deiner eingefahren Gewohnheiten die du in Deutschland zu pflegen tatest. Es muss nicht einmal eine bestimmte immer wieder erneut auftretende Situation sein, wie das du jeden Sonntag zum Tanzen gingst. Sondern ganz alltägliche Dinge wie, dass du normalerweise für dein Frühstück in Deutschland am liebsten schnell einen Saft aus der Flasche getrunken hast. Und am besten gleich den Rest der Lebensmittel im gleichen Discounter gekauft hast. Dies ist hier nicht möglich. Säfte pressen die Leute hier selber und wenn, erhält man sie für einen unerschwinglichen Preis im Supermarkt, meist versetzt mit Sachen die man nicht bei einem Kauf des besagten Produktes anstrebt. Und das System eines Discounters existiert nicht in der Form in Ecuador. Man findet heraus, nicht verarbeitete Lebensmittel(Obst/Gemüse) in Tiendas oder auf Märkten kaufen. Anderes im Supermarkt. So ergeht es einem mit vielen alltäglichen Konstellationen.

Genau aber diese stetige Umstellung deiner sonst so vertrauten tagtäglichen Lebenskonstruktes lässt dich empfänglich für die Wunder des Alltages werden. Du schaust zweimal auf für dich nicht als normal empfundenen Sachen . Warum verkaufen diese Menschen am Straßenrand Mandarinen? Warum Verhalten diese Menschen sich dem entsprechend oder hegen diese Meinung? Wie fühlt sich nur das Kind, mit der Art wie ich es füttere? Die meisten Situationen erscheinen im Regelfall komplett neu, und so schaut man nicht nur zweimal hin, sondern denkt ebenfalls doppelt nach. Man hinterfragt sie, zieht Differenzen und Schlüsse .

In der nicht allzu langen Zeit lernt man dadurch sein Vorteile zuhause(Deutschland) und mit sich selbst als Person(Stichwort: Klassengesellschaft o. körperliche Einschränkungen) kennen, bestimmte Gegebenheiten in späterer Zeit nicht mehr so auszuüben und Pläne zur Verbesserung Persönlichen und damit im Endeffekt für die Gemeinschaft zu machen.

Die „Fundacion Esperanza“ in der wir als Quito-Gruppe zu viert arbeiten, erhält nicht nur Unterstützung unsererseits. Sondern auch von anderen Akademischen Einrichtungen(Universitäten), unterschiedlichen Organisation und Freiwilligen. Vor ein paar Wochen kam immer wieder Unterstützung von Seite eines Studenten, der im Moment dabei war Ergotherapie zu studieren. Er las ein Buch. Die übersetzte Betitelung des besagten Buches kam folgenden nahe: Mobilitäts- und Therapiemöglichkeiten mit geringen Finanzstatus. Es enthielt Bilder improvisierter Hilfsmittel für eine Bandbreite an zu therapierenden Einschränkungen. Es ist anscheinend keine Pflichtlektüre ,sie wurde ihm aber dringenst empfohlen. Weil in diesem Land in vielen Einrichtungen schlicht und ergreifend die Ressourcen fehlen, um die Kinder nach westlicher Vorstellung zu therapieren. Und so versucht man sich mehr mit in den Prozess einzubinden der hier von statten geht. Rücken Profilaxen sind stets in Medizinischen Einrichtungen für Mitarbeiter erwünscht . Ebenso ist es natürlich für viele Kinder schwierig Bewegungen nicht nur aus psychischen Aspekten auszuführen sondern ebenso darüber hinaus aus physischer Sichtweise. Ich weiß nun durch die noch präsentere Klarheit darüber das man ein entscheidener Faktor sein kann, dass man, wenn man etwas Produktives in ein Prozess einbauen kann, es machen sollte. Nun mache man Yoga mit ein paar hier Arbeitenden und einem Mädchen das für das gehen therapiert werden muss.

In dieser hier schon so kurzen Zeit hat man so viel zu machen und entdecken dass man gar nicht dazu kommt sich richtig einzuleben. Dies passiert mit dem Erleben dieses Landes. Und Ecuador ist ein vielfältiges Land . Es bietet für jeden in einem Aspekt, Moment oder Sache ein großes Stück Heimat. Dennoch bleibt all dies was man hier erfahren mag, anders als all deine Vorstellung und Interessanter als das es gesund sein könnte, für deine Kontakte in deinem Handy und Umfeld. Es ist eine „Entwicklungshilfe“ (so fern man das so nennen kann) auf beiden Seiten.

Grüße aus Quito, Ecuador, Sören S.