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Lukas Bollhöfer - 1. Bericht

- „Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt“ Ernst Ferstl -

Und so schnell können drei Monate an dir vorbeiziehen ohne, dass ... Du einen Döner gefunden hast. Ich bin bereits seit drei Monaten in Ibarra, Ecuador oder auch der „Ciudad Blanca, Die Stadt des ewigen Frühlings“ wie die Stadt von den Ibarrenos, den Einheimischen, genannt wird oder meiner Eigenkreation „Die Stadt ohne Döner, aber mit reichlich Papas Fritas, Pizza, Reis und Burger, aber vor allem Reis“.

Ich beginne diesen Bericht mit einem Zitat des österreichischen Autors Ernst Ferstl, da ich mir im Winter 2016 vorgenommen hatte, mir die Zeit zu nehmen, mich für ein FSJ zu bewerben. Dadurch erhoffte ich mir zum Einem die Erweiterung meines Horizontes gegenüber anderen Kulturen, Sitten und Gebräuchen, die Chance zu haben, wunderbare Erfahrungen zu erleben und zum Anderen die eigenen Spanischkenntnisse zu verbessern. Ich war mir sicher, dass diese Zeit unvergesslich werden würde, sinnvoll genutzt ist und mir auf dem weiteren Wege meines Lebens viele Bereicherungen in jeglicher Hinsicht schenken würde.

Nun... Haben sich meine Spekulationen nach den ersten drei Monaten des FSJs bestätigt, nur zum Teil bestätigt oder gar nicht ? Diese Fragen können Sie sich nach dem Abschlussbericht hoffentlich selbst beantworten, wenn nicht, tut es mir leid und Sie können mich gerne anrufen (Nummer gegen Kummer: 116 111).

Spaß bei Seite, so schwer es mir auch fällt … Nach meinem achtstündigen Arbeitstag von 6.30 bis 14.30 nehme ich mir jetzt die Zeit, um den ersten der vier Berichte zu verfassen und habe keine Ahnung, wo ich beginnen soll, da ich in solch einer kurzen Zeit bereits schon so viel gelernt und erlebt habe.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich das erste Mal das Familienhaus im Stadtteil „Los Ceibos“ Ibarras betrat, welches sich als mein späterer Arbeitsplatz herausstellte. Die Kinder empfingen mich mit offenen Armen und stellten mir sofort alle möglichen Fragen, die meisten Kinder zerrten an meinen Armen, als sei ich ein großer Plüschteddy und wollten spielen. Dies hat es mir jedoch wesentlich leichter gemacht zu vergessen, dass ich erstens die Sprache nicht voll und ganz beherrsche, zweitens alles fremd und neu ist und drittens ich tausende Kilometer von meinen engsten Freunden und meiner Familie entfernt bin.

Trotz Allem haben sich gerade im ersten Monat öfter Gefühle von Heimweh eingeschlichen, sobald man von der Arbeit zurückkam und es still um einen herum war. Da ich jedoch sehr viel Glück mit meinen Mitfreiwilligen habe (für Geld schreibt man vieles), fühlte ich mich schon relativ bald wie zuhause und auch in „Los Ceibos“ lebte ich mich relativ bald ein. Obwohl ich sagen muss, dass es aufgrund der Sprachbarriere etwas länger gedauert hat.

Die vorhandene Sprachbarriere war jedoch eine große Motivation sich so schnell wie möglich in der Sprachschule anzumelden, da ich viele Sachen anfangs nicht genau verstand und es hin und wieder zu Missverständnissen kam, welche ich so nicht gewöhnt bin.

Auf Empfehlung des vorherigen Freiwilligen Niklas Thoms, meldeten wir uns relativ zeitlich nach Ankunft in Ibarra bei der Sprachschule „Melting Pot“ im Sektor der „Casa Cultura“ Ibarras an.

Die Sprachschule wird von einem jungen, hilfsbereiten und sehr freundlichen Pärchen mit 4 Jahre altem Kind geleitet. Zuerst Gabriela, eine sehr nette Indigena die während des Sprachunterrichts sehr interessante Geschichten über Kultur und Leben in Ibarra bzw. Ecuador erzählt, typisch ecuadorianische Rezepte der Region teilt und auf Naturheilmittel vertraut. Dann gibt es Bruno, halb Italiener und Japaner, sehr humorvoll und verrückt. Meiner Meinung nach eine einzigartige Kombination, welche den Unterricht sehr unterhaltsam und humorvoll gestalten mit einer Tochter, welche 5 Sprachen spricht (italienisch, japanisch, spanisch, quechua und englisch). Bemerkenswert !

Diese Atmosphäre macht es bis heute sehr angenehm Spanisch zu lernen und relativ bald habe ich, durch die Zeit die ich mir nehme, die ersten Erfolge gemerkt. Man kann sich besser mit den Kindern im Haus und mit Einheimischen auf der Straße, im Kaffee oder im Bus unterhalten. Es kommt immer seltener zu Missverständnissen und wird auf der Arbeit sicherer im Gebrauch der Vokabeln, lernt die Kinder bzw. Menschen persönlich besser kennen, versteht die Geschichten welche die Kinder erzählen und kann selbst auch immer mehr von sich geben.

Im großen und ganzen muss ich sagen, dass ich durch die investierte Zeit in das Lernen von Spanisch mehr und mehr ein Teil der Gesellschaft werde und mich besser sozialisieren kann. Denn klar ist, dass „Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt“.

 

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