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Ines Ritgen - 2. Bericht

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La vida es para vivirla

 Unter dieses Motto könnte man die Karnevalsfeiern in Ecuador stellen. Denn grade der lateinamerikanische Karneval ist sehr berühmt und um einiges lebhafter als wir es aus Europa kennen.

Ursprünglich geht der Karneval aus einer christlichen Tradition hervor: Die Zeit des ausgelassenen Feierns und des guten und süßen Essens dient den Christen als Vorbereitung auf die danach kommenden sechs Wochen der Fastenzeit. Die Fastenzeit beginnt mit Aschermittwoch und endet mit Ostern. In den unterschiedlichen Ländern dieser Welt wird er auf unterschiedliche Weise gefeiert, obwohl er immer den gleichen Hintergrund hat. Ob mit Masken, bunten oder politisch motivierten Umzügen, lauter und fröhlicher Musik oder mit den unterschiedlichsten Verkleidungen - jede Art hat ihren Charme und begeistert viele Millionen Menschen.

Hier in Ecuador hat sich die Karnevalstradition mit einem anderen Event, welches um die gleiche Zeit stattfindet vermischt: Das Fest der indigenen Bevölkerung der Anden, um die bösen Geister aus den Maisfeldern zu vertreiben. Dadurch erklärt sich auch, warum Maismehl und Wasser nun ebenfalls Teil des ecuadorianischen Karnevals sind. Zusätzlich dazu wird in den Straßen noch mit buntem Sprühschaum, Farbe und Eiern geworfen. Verbringt man die Karnevalstage in Ambato ist man sicher vor den Wasserbomben, da es dort verboten ist und sich auch im Allgemeinen alle daran halten. Dafür findet dort das berühmte Fest der Frucht und Blumen („Fiesta de la fruta y de las flores“) statt.

Bereits sechs Monate vorher beginnen die Bewohner Ambatos und Blumenzüchter aus dem ganzen Land mit den Vorbereitungen. Neben den Umzügen und Blumenkorsos gibt es auch noch eine große Blumenausstellung in der Stadt. Des Weiteren wird jedes Jahr die „Reina de Ambato“, die Königin der Stadt gewählt. Der Ursprung des Festes geht auf das Jahr 1951 zurück, denn in diesem Jahr wurde das Festival ins Leben gerufen, um den Wiederaufbau der Stadt nach dem großen Erdbeben von 1949 zu feiern. Damit hat sich in diesem Jahr, 2016, der Karneval in Ambato bereits zum 65. Mal gejährt. Jedoch wird nicht nur in Ambato Karneval groß gefeiert, sondern auch in Städten wie Guaranda, Quito und in den nördlichen Provinzen. Jede Stadt hat dabei ihre ganz eigene Tradition und Art des Feierns entwickelt und alle unterscheiden sich - und wenn es nur kleine Details sind.

Auch ich war in Ambato bei den Karnevalsfeiern dabei. Mit Schaum, buntem Mehl, Wasser und Eiern wurden diese Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis. In Ambato angekommen wurden wir bei einer befreundeten Familie, die dort ein Haus hat, aufgenommen. Doch gleich am ersten Abend sind wir noch in die Stadt und haben ein Konzert besucht. Auch wenn mir die mexikanische Gruppe gut gefallen hat, war der Umzug am nächsten Morgen um einiges interessanter und beeindruckender: Mein erster lateinamerikanische Karnevalsumzug! Umzugswägen, komplett mit Blumen und Früchten, sowie Keksen und Brot geschmückt - eindrucksvoller hätte es meiner Meinung nach nicht sein können. Und auch die Kostüme der Menschen, die die Wägen begleitet haben, waren kunstvoll und mit viel Mühe gestaltet und gaben dem ganzen Umzug noch mehr Charme.

Nach diesem Erlebnis wurden wir dann in die erste kleine Straßenschlacht mit Schaum verwickelt. Und auch als die Schlacht geschlagen war, wurde uns nicht langweilig. Denn nach einer kurzen Pause sind wir dann zu einem Eselsrennen in der Nähe des Hauses gegangen. Und auch dort gab es nochmal einen kleinen Karnevalsumzug zu sehen. Außerdem waren dort alle mit Sprühflaschen voller Schaum, Eiern und Mehl ausgerüstet. Und als wir zu vier Mädels durch die Straßen gezogen sind um die anderen zu suchen, haben wir uns unfreiwillig zur Hauptattraktion gemacht. Aber Spaß hatten wir trotzdem!

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Am nächsten Tag haben wir uns zusammen mit der gesamten Familie auf den Weg nach Guano gemacht, um dort weiter zu feiern. Denn in dieser kleinen Stadt in der Nähe von Ambato sind die Regeln nicht so streng und es sind fast alle Mittel erlaubt, um die anderen Leute nass zu machen, einzufärben und ihnen den klebrigen Schaum an den ganzen Körper zu spritzen. Das lustigste an diesem Umzug war, dass wir es - wie auch immer - geschafft haben, in den Umzug zu kommen und mit den Wägen mitzulaufen. Und das hat nicht nur uns viel Freude bereitet, sondern auch den anderen, die uns nass und dreckig machen konnten. Natürlich sind wir nicht nur einfach mitgelaufen und haben ab und zu mal Schaum an beide Seiten gesprüht. Nein, wir haben den Karneval mit vollem Einsatz gefeiert und waren total begeistert dabei! Wir haben getanzt, die Außenstehenden vollgesprüht und richtig Stimmung gemacht!

Und auch wenn das Ergebnis brennende Augen, empfindlicheres Kälteempfinden und total klebrige und bunte Kleidung war - es hat sich so unglaublich gelohnt!!!! Dieses Karnevalswochenende war eins der besten in meinem Leben und ich kann es nur ganz dringend allen weiterempfehlen, wenigstens einmal im Leben eigene Erfahrungen mit dem lateinamerikanischen Karneval zu machen!

 

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