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Katia Lachner - 2. Bericht

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"Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt." (Reinhard Turre)

Nachdem wir nun seit mehr als einem halben Jahr in der Fundacion arbeiten, hat sich in unserem Arbeitsalltag eine gewisse Routine eingespielt. Deswegen ist es aber auch immer wieder wichtig sich ins Gedächtnis zu rufen, dass wir es jeden Tag mit Kindern zu tun haben. Mit Kindern, die ein unglaubliches Gespür für jegliche Unausgeglichenheiten und Anzeichen von Stress haben. Mit Kindern, die viel mehr von ihrer Umwelt wahrnehmen, als wir es uns vorstellen können. Und mit Kindern, die oft so viel stärker sind, als wir sie einschätzen.

Ein Auszug aus einem Text der sich mit dem Thema Schwerbehinderung befasst, beschreibt dies äußerst treffend:

WIR SPRECHEN VON IHNEN ALS VON DEN „GANZ SCHWACHEN KINDERN“, ABER IN WIRKLICHKEIT SIND SIE DIE GANZ STARKEN KINDER

Sie (die Kinder) hocken in einem Rollstuhl. Ihr Oberkörper wird durch steife Plastikgurte, an die Rückenlehne des Rollstuhls gepresst, er würde sonst nach vorne sacken. [...] Sie können nicht sagen: „Mir ist kalt, meine festgebundenen Füße sind eingeschlafen.“ Sie müssen warten bis jemand sieht, dass sie zittern. [...] Die Gurte schneiden ein und machen taube Glieder. Sie müssen warten bis einer ihre Tränen sieht und warten, dass er herausfindet, warum sie weinen. Vielleicht können sie die Menschen in ihrer Umgebung anschauen und sie mit den Augen rufen, aber sie können sich nicht sicher sein, dass diese Menschen die Fähigkeit besitzen in ihren Augen zu lesen.

Wir sprechen von den „ganz schwachen“ Kindern, aber in Wirklichkeit sind sie die ganz starken Kinder!

Sie müssen immer warten, dass der andere auf sie zugeht. Warten, dass andere ihre einfachsten Bedürfnisse befriedigen - von ihren Wünschen und deren Erfüllung wird wohl selten die Rede sein. MAN MUSS STARK SEIN, UM EIN SOLCHES LEBEN ZU FÜHREN “

Aus diesen Tatsachen sollte man nicht fälschlicherweise daraus schließen, dass wir es täglich mit unausgeglichenen, launischen Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Vielmehr ist es jeden Tag schön für mich, in die Fundacion zu kommen und mit dem Grinsen der Kinder begrüßt zu werden - Unbezahlbar zu sehen, welche Fortschritte die Kinder machen – Stolz zu sein, weil Orlando die ersten paar Schritte alleine läuft, oder Kevin lernt selbstständig mit Löffel zu essen. Auch wenn wir zu diesen Fortschritten meist selbst nur in winzigen Teilen beigetragen haben, sind es die Früchte langwieriger Arbeit der tias und tios. In manchen Momenten empfinde ich eine so unglaubliche Zuneigung für die Kinder, dass ich einfach gar nicht anderes kann, als sie fest zu umarmen

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Nationalpark Yasuni

inesritgen2 07Zugegeben, wirklich intensiv habe ich mich mit der der Politik Ecuadors in den vergangenen drei Monaten hier noch nicht auseinandergesetzt. Von einem Thema, das wir jedoch auch schon im Vorbereitungsseminar behandelt haben und zu dem wir vor ein paar Tagen erneut einen Vortrag gehört haben, möchte ich hier berichten. Zum einen weil ich finde, dass man von Yasuni‘ in Deutschland ziemlich wenig mitbekommen hat und zum anderen weil es zeigt, wie Deutschlands Politik mit der Ecuadorianischen verflochten ist.

Yasuni ist ein Nationalpark der im Regenwald liegt. Dort herrscht eine unglaubliche Artenvielfalt vor, auf manchem Baum leben mehr Insektenarten als in ganz Europa. Doch der Park enthält außer einer Menge Tieren und Pflanzen viel Erdöl. Der ecuadorianische Präsident Raphael Correa schlug der internationalen Gemeinschaft vor, dass das Erdöl in der Erde bleiben könne und die Böden nicht verschmutzt würden, falls sie dafür zahle. Denn es beträfe ja Faktoren wie Luft, Wasser und Klima die ja alle etwas angehe. Die deutsche Regierung war allerdings nicht sehr begeistert vor so ein Ultimatum gestellt zu werden und letztendlich ist von der international geforderten Summe nicht einmal ein Prozent eingegangen. Raphael Correa erklärte damit das Regenwaldprojekt für gescheitert und die Ölfirmen stehen schon in den Startlöchern. Der zurzeit niedrige Ölpreis verhindert zwar noch größere Bohrungen, dennoch ist das nur noch eine Frage der Zeit.

Wer Schuld am Scheitern des Projekts hat, ist finde ich schwer zu sagen: Einerseits ist die Einstellung Deutschlands sich nicht „erpressen“ zu lassen verständlich. Allerdings ist es für mich persönlich nicht nachvollziehbar, wie ein Land das jährlich ca. 30 Mrd. Euro für Verteidigung ausgibt, nicht mit einem Bruchteil dieser Summe zur Erhaltung des einzigartigen Parks Yasuni beitragen kann. Durch das Eingreifen in die Natur zur Rohölförderung Bohrungen sind sowohl der Artenschutz als auch die unberührten Völker in Yasuni massiv in Gefahr.

inesritgen2 08Ende März geht ein großer Wunsch von mir in Erfüllung – ich werde Yasuni einen Besuch abstatten. Dabei kann ich mich selbst von der unglaublichen Artenvielfalt und Natur zu überzeugen, werde aber bestimmt auch mehr von der Kultur der Gemeinden zu erfahren.

 

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