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Maria Valtchuk - 1. Bericht

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Hallo zusammen,
das hier ist mein erster Bericht nach dem ersten Viertel meines Freiwilligendienstes, das ich schon hier in Quito verbracht habe. Für eben diesen Bericht habe ich mir gedacht, dass ich euch einfach einen Wochenablauf der Arbeit und des ecuadorianischen Alltags aufschreibe. Denn ansonsten habe ich bis jetzt einfach noch zu viele ungeordnete Eindrücke und Gedanken über mein neues Leben in Südamerika im Kopf.

10.November 2014

Heute hat eine neue Woche in der Fundación Esperanza angefangen und wie jeden Montag kommen wir, das sind im Moment nur Nico, Ida und ich, gegen halb 8 in der Fundación an.
Dort werden wir von allen tias und dem tio wie immer herzlich begrüßt und warten bis der Bus mit den Kindern aus der Casa Hogar ankommt. Das ist das zur Fundación gehörende Heim, in dem die Waisen wohnen. Als sie so gegen viertel vor 9 ankommen, helfen wir die Kinder wenn nötig in ihre Rollstühle zu heben und sie dann alle im comedor, dem Essensaal, zuversammeln.
Auch diese Woche beginnt mit einem Gebet, in dem Gott für alle Mitarbeiter, Freiwilligen und Praktikanten gedankt wird und darum gebeten wird, dass alle eine schöne Woche haben. Außerdem gibt es auch eine Ansprache des tios über das Wort compasión, Mitleid zu Deutsch. In diesen Ansprachen sollen den Kindern Werte und Sozialkompetenz vermittelt werden. Danach werden wir alle in die neue Woche entlassen und gehen in unsere Klassen bzw. Gruppen.

Ich bin seit letzter Woche in der „Behindertenwerkstatt“ prevocacional, also mit den Erwachsenen der Einrichtung. Da diese recht selbstständig sind und vieles verstehen, reden wir erst mal über Dinge, die unsere Gesundheit beeinträchtigen können und wie wir gesünder leben können, in dem wir Hygiene und Körperpflege betreiben. Danach geht es bis 11 Uhr raus in den Park und ich spiele mit den Kindern Ball, gehe ein bisschen mit Marisol, die im Rollstuhl sitzt, spazieren und überbringe Nico Blumen und Liebesbriefe von 2 begeisterten jungen Damen aus meiner Gruppe.
Anschließend gehen wir wieder in unseren Raum und beginnen zu arbeiten: Die meisten machen Perlenketten, oder bemalen Gefäße, die wir letzte Woche mit Eierschalen oder Servietten beklebt haben. Ich arbeite weiter an dem Weihnachtsschmuck für die Fundación.
Um 12 Uhr darf ich dann Mittagessen gehen. Nach meiner halben Stunde Mittagspause helfe ich dann beim Füttern der Kleinsten. Nach dem das erledigt ist, helfe ich auch erst in dieser Gruppe beim Zähneputzen und gehe dann wieder in meine eigentliche Gruppe, in der ich hauptsächlich nur beim Zähneputzen und Waschen aufpassen muss, das eben das auch gründlich genug passiert. Nur den beiden Maria Soledades muss ich mehr helfen, eben die Zähne putzen und mit ihnen auf die Toilette gehen, da sie beide Rollstuhlfahrerinnen sind.
Am Nachmittag arbeite ich mit Carlos zusammen an einem Bonsay-Baum, wir bekleben ihn mit Papier. Zudem gibt es einen kleinen Vortrag von Karina über Reggeaton und nach 15 Uhr, nachdem alle ihr refrigerio gegessen haben, machen der tio und ich alle abholbereit und arbeiten weiter an den Weihnachtskarten, die ecuadorianische Unternehmen bei der Fundacion bestellt haben.
Um 16 Uhr holt mich Ida aus meinem Raum ab, denn wir müssen noch einige Erledigungen im Quicentro(Einkaufszentrum) machen. Ich kaufe u.a. Haarreifen für die Mädchen aus meiner Gruppe. Zuhause sind wir dann so gegen 20.30 Uhr und seitdem habe ich nicht viel gemacht, außer einer Mango zu essen und Ida beim Badputzen die Musik zu stellen..

11. November 2014

Auch heute ging es wieder um halb 8 zur Arbeit, doch diesmal sind nur Ida und ich unterwegs, weil Nico direkt zur Essensspendenausgabe zum Supermaxi fährt. Denn auch das gehört zu unseren Aufgaben in der Fundación. Jeden Dienstag muss einer von uns 4en in den Süden Quitos fahren und dort helfen die Essensspenden abzuholen und einzupacken. Ein Glück muss ich heute nicht gehen. So beginnt ein weiterer Tag mit meiner Gruppe. Wieder muss ich kleben, malen und meine niños beaufsichtigen, damit sie auch wirklich alle Aufgaben machen, die wir ihnen stellen.
Ansonsten verläuft der heutige Tag so wie alle anderen, nur habe ich zwei schöne Momente: Als ich Marisol draußen spazieren fahre, umarmt sie mich plötzlich, weil sie sich so freut, dass sie nicht nur draußen herumsteht. Sie hebt also ihren Arm, zieht meinen Kopf an ihren und macht ein zufriedenes Geräusch, da sie leider nicht reden kann und nur mittels Zeichen kommuniziert. Dann bin ich eine Zeit lang mit Orlando zusammen, der taub ist und ebenfalls nicht sprechen kann. Ihm gefällt es mit meinem Handy zu spielen und zu wissen, dass er Musik abspielt, die er eigentlich nicht hören kann. Trotzdem bewegt er sich im Rhythmus und umarmt mich nachdem er mir mein Handy wieder in meine Tasche zurücklegt. Diese Momente, wenn die Kinder mir zeigen, dass sie mich gern haben und ich ihnen Freuden machen kann, sind für mich mit die schönsten..
Am Nachmittag warte ich noch auf Nico, der erst gegen 17 Uhr vom Supermaxi zurückkommt und im Essensraum skype ich mit einer Freundin. Dabei kommen alle tias vorbei und sagen ihr Hallo und stellen sich als meine Ersatzmütter vor. Außerdem redet der kleine Sohn der Köchin mit mir und fragt mich, ob ich denn schon verheiratet sei, weil ich doch schon so alt bin. Als ich ihm sage, dass ich erst 18 Jahre alt bin, ist er komplett erschüttert. Aber hier in Ecuador heiratet man sowieso früher, als bei uns, also war seine Reaktion gar nicht so verwunderlich.
Abends gehen Ida und ich noch ins Fitnessstudio, das nahe unserer Wohnung gelegen ist, denn zur Arbeit braucht man auch hier einen Ausgleich und weil wir uns an Tanzstunden noch nicht herangetraut haben, versuchen wir eben 2 Mal die Woche ins Fitnessstudio zugehen.

12. November 2014

Ich wache auf und höre schon, wie es regnet und spüre wie kalt es in meinem Zimmer ist. Denn auch hier kann es ziemlich kalt werden, wenn die Sonne nicht scheint. Also begeben wir uns im regnerischen Quito zur Arbeit. Wegen des Wetters geht es für die Kleinen und die Autisten leider nicht zur Pferdetherapie. Eigentlich habe ich gehofft heute auch mitfahren zu können, aber da es für alle ausfällt, ist das auch in Ordnung für mich. Ich berichte dann am Freitag, wie die Pferdetherapie so abläuft, denn da ist meine Gruppe dran und bis dahin ist sicher auch wieder besseres Wetter.
Heute mache ich wieder Weihnachtskarten, aber diesmal ein anderes Design, was mich sehr freut, denn langsam gehen mir die Ideen für die Kratzkarten aus. Außerdem erkläre ich meinem tio, was das schöne am Herbst in Deutschland ist, der sich das nicht so richtig vorstellen kann. Aber vielleicht liegt das auch an meiner Beschreibung. Am Nachmittag hören wir einen Vortrag über Countrymusik und ich biete an am Freitag den Kindern etwas über deutsche Schlager zu erzählen. Mal sehen, wie denen die Musik so gefällt.

Als wir dann zuhause sind, entspannen wir eigentlich nur und ich putze die Küche ein wenig, denn auch die Wohnung sauber halten gehört ja jetzt zu unseren Aufgaben. Am Anfang war das ziemlich lästig, ist es zwar immer noch, aber mittlerweile habe ich mich schon daran gewöhnt, das ab und zu auch zu machen. Natürlich habe ich in Deutschland auch schon geputzt, aber es ist eben was Anderes, denn wenn hier niemand was macht, bleibt es eben dreckig.

13. November 2014

Die Sonne ist wieder zurück!!! Und ich habe heute für immer meine letzte Kratzweihnachtskarte machen müssen. Heute war ein teilweise erfolgreicher Tag. Die Arbeit in der Fundación, war nicht anders als an den anderen Tagen, basteln, füttern, Zöpfe machen, auf die Toilette helfen und aufpassen, dass auch alles gut gemacht wird von den Kindern sind auch heute Programm.
Nach der Arbeit fahren Ida und ich in die Stadt, wir müssen den Vertrag für unser Internet ändern, denn der läuft nach 3 Monaten immer noch auf den Namen der alten Freiwilligen. Als wir es endlich finden und an der Reihe sind, erzählt mir der nette Herr des Internetanbieters, dass ich eine Erlaubnis des alten Vertragspartners brauche bevor ich irgendwas ändern kann. Als ich ihm sage, dass die eben schon nicht mehr in Ecuador sind und frage, ob das nicht auch so ginge, schickt er uns einfach wieder zurück. Wir sollen wiederkommen, wenn wir die Erklärung haben. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es ein Land gibt, in dem Bürokratie noch nervenaufreibender und kleinkarierter ist, als in Deutschland. Auch als Neil im Krankenhaus war, sind wir damit schon in Berührung gekommen. Wieder zuhause, gehen wir zu unserem Vermieter, unter anderem um ihn für den Sonntag zum Essen einzuladen. Dabei ist er so nett und sagt uns „Ich dachte, ihr könntet besser Spanisch sprechen!“ Naja hauptsache, er versteht uns, wenn er dann bei uns Pilmeni zu essen bekommt, die ich machen werde. Auch heute geht es wieder ins Fitnessstudio und jetzt muss ich nur noch an Übersetzungen für die Fundación arbeiten, dann ist auch schon wieder Freitag. Mit der Arbeit vergehen die Wochen hier so schnell!!

14. November 2014

So heute berichte ich über die Pferdetherapie. Nachdem morgens alle Kinder ankommen, gibt es früher als sonst das refrigerio, das zweite Frühstück, und gegen halb 10 steigen wir alle in den Kleinbus der Fundación um nach Conocoto zu fahren, wo sich das Gelände befindet, auf dem die Pferde leben und die Therapie durchgeführt wird. Nach ca. 45 Minuten kommen wir endlich an und nach und nach wird jedes Kind für 20 Minuten auf eines der drei Pferde gesetzt. Wir Freiwilligen und die Praktikanten der Physiotherapeutin müssen darauf achten, dass die Kinder sich gut festhalten, richtig hinsetzen, gerade halten und je nach Kind auch ihre Übungen auf den Pferden machen. Heute reiten die Kinder auch das erste Mal selbstständig, sie müssen die Zügel in der Hand halten und die Pferde lenken, sonst mussten wir immer führen. Die Kinder, die gerade nichts zu tun haben, spielen entweder Fußball, oder werden auf das Reiten vorbereitet und bekommen entspannende Massagen von den Praktikanten. Am Ende darf auch ich einmal aufs Pferd steigen und ein paar Runden reiten.

 Gegen 13 Uhr sind wir dann alle müde, aber glücklich wieder zurück in der Fundación und essen erst mal zu Mittag. Danach beaufsichtigen tio Fabian und ich die Kinder beim Zähneputzen und dann ist es auch schon wieder Zeit für das nachmittagliche refrigerio. Heute ist es besonders, denn es gibt Bananenkuchen, den Jessica, ein Mädchen aus meiner Gruppe, gebacken hat. Seit Mittwoch hilft sie nämlich immer der Köchin. Das freut sie sehr und uns alle auch, denn so wird sie noch selbstständiger.Und danach ist wieder eine Arbeitswoche um.

Ich hoffe, ich konnte gut darstellen, wie die Tage in meiner Gruppe so ablaufen und alle können sich nun mehr unter der Arbeit vorstellen. Mein nächste Bericht dreht sich dann vielleicht um andere Dinge, aber in erster Linie bin ich ja zum Arbeiten hier, deshalb ist es auch wichtig mit Anderen zu teilen, wie der Alltag läuft.Außerdem hoffe, ich dass man aus meinem Bericht herauslesen kann, wie sehr mir die Arbeit gefällt und wie wohl ich mich damit fühle. Jetzt freue ich mich auf ein Wochenende, das Ida und ich mit einer Wanderung auf den Cotopaxi verbringen werden.

Viele Grüße

Maria

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