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Jessica Frommer - 3. Bericht

Nach fast 9 Monaten ist es nun endlich soweit: unser Kleinprojekt „Bäume pflanzen auf der Finca“, an dem wir schon so lange planen, findet statt: Am Montag, dem 20.April, ging es los zu den verschiedensten viveros (=Baumschulen) Ibarras um die schönsten und besten Bäume auszusuchen. Einen halben Tag später stand unsere Entscheidung fest: Mandarine, Limette, Zitrone, Toronja, Mango und zwei Varianten Orange sollen am folgenden Wochenende auf der Finca gepflanzt werden. Insgesamt kamen wir auf 235 Pflanzen, denn unser Projekt soll schließlich auch den nützlichen Effekt haben die fundacion in einigen Jahren insofern zu entlasten, dass die eigenen Früchte an die casas familias und an die 'Familien des Projektes familia apoyo und ninos libres geliefert werden können. Am Freitag sind wir dann los zur Finca um beim Abmessen und Abstecken der zukünftigen Bäume zu helfen, wobei wir die Hilfe von einer Freiwilligen namens Julia bekamen, die Agrarwissenschaften studiert hat und somit deutlich mehr Fachwissen besaß als wir. Leider trat nun das Problem auf, dass auf die von den Fincaarbeitern bereits gereinigte und vorbereitete Fläche nur 97 Bäume passen und nicht - wie geplant – 235 .... Daher musste schleunigst eine weitere Fläche gefunden werden auf der genügend Platz für die fehlenden Pflanzen sein wird und welche schnellstmöglich von den Fincaarbeitern vorbereitet werden muss. Diese Fläche konnten wir zum Glück bald festlegen, sodass die Arbeiter gleich am nächsten Tag mit der Vorbereitung dieser Fläche beginnen konnten. Am Samstag sind Antonia und ich um 6 Uhr morgens los um die Löcher vorzubereiten, also gingen wir mit Machete und Schaufel bewaffnet auf das Feld um die Baumlöcher fertigzustellen bevor die große Hitze und vor allem bevor die Kinder kommen. Dies war jedoch leichter gesagt als getan, denn die Sonne und die Armschmerzen kamen viel schneller als gedacht! Zum Glück bekamen wir bald Unterstützung von einem Arbeiter der Finca und wurden schließlich von Dennis, einem weiteren Freiwilligen, abgelöst, als die Kinder gegen 9 Uhr auf der Finca ankamen. Nicht ohne Stolz muss aber erwähnt werden, dass wir zu dieser Zeit bereits die Mehrheit der Löcher gegraben haben. Als die Kinder alle ihr Frühstück verdrückt hatten, begannen wir Freiwilligen mit der Vorstellung des Projektes, bei der wir die Kinder zuallererst einmal gefragt haben wozu Bäume denn eigentlich wichtig sind und in welchem Zusammenhang wir die Fotosynthese sowie die anderen Faktoren wie Lebensraum, Wasserspeicher etc. erläutert hatten, damit das Projekt auch einen Lerneffekt hat. Anschließend haben wir die Kinder in Gruppen eingeteilt, in denen immer ein großes, ein 'mittelgroßes', ein kleines Kind und ein Erwachsener waren, damit die Großen den Kleinen helfen können. Erst jetzt haben wir Schritt für Schritt erklärt wie das Projekt ablaufen wird, dann gemeinsam die Erde aus Humus und Reisschalen gemischt (damit der Baum auch atmen kann), und anschließend vorgeführt wie man den Baum pflanzt und worauf geachtet werden muss. Nun durften die Gruppen in verschiedenen Ecken damit beginnen die Bäume zu pflanzen, die wir gemeinsam mit Julia bereits neben die Löcher gestellt haben. Wir Freiwilligen sind dann zu allen Gruppen um ihnen zu helfen und bei Fragen zur Seite zu stehen, wobei ich ziemlich schnell bei einer Gruppe geblieben bin, da die nur noch aus 3 Personen bestand, weil ein Kind keine Lust hatte. Erstaunlicherweise waren sonst alle total euphorisch bei der Arbeit, haben tatkräftig Erde hin- und hergetragen und eifrig Bäume gepflanzt, wobei stets als Team gearbeitet wurde. Aus diesem Grund wurden pünktlich zum Mittagessen alle Bäumchen gepflanzt und es wurde zufrieden und erschöpft gegessen. Direkt nach dieser Essenspause ging es aber auch schon wieder weiter, denn es mussten Namensschildchen gemacht werden, da jedes Kind, jede Erzieherin, jeder Freiwilliger und auch jedes der anwesenden Elternteile einen der Bäume bekam, den er zuvor mit seiner Gruppe gepflanzt hat, um welchen er sich von nun an kümmern soll und neben welchen er sein Namensschild stellen durfte. Natürlich wurden auch den nicht anwesenden Kindern, die zum Beispiel erst 8 Monate oder 2 Jahre alt sind, Bäume gewidmet, obwohl sie diese nicht selbst pflanzen konnten. Daher war dies eine Phase in der die Großen die Namen schrieben, die Kleinen diese verziert haben und jedes Schildchen an einen angespitzten Stock genagelt wurde. Daraufhin sind wir alle mit unseren Namensschildern losgestapft um unser Schild neben unserem Baum zu platzieren. Dabei haben wir Fotos von den Kindern mit ihren Bäumchen gemacht, dass sie bei nächsten Fincabesuchen die Entwicklung ihres Baumes sehen können. Mit dem Appell, dass von nun an jedes Kind ein Stück weit für seinen Baum verantwortlich ist und ihn bei weiteren Fincabesuchen gießen und pflegen soll, damit der Baum schnell wächst und bald schon viele Früchte tragen wird, die das Kind dann mit allen Häusern und Familien teilen kann, ging es zum Abschluss noch im Fluss Baden und anschließend müde aber glücklich mit dem Bus zurück nach Ibarra.

 

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